Inklusion auf spanisch

Während hierzulande Menschen mit Handicap eher weniger am öffentlichen Leben teilnehmen, sondern häufig auf einer speziell für ihre Situation geschmiedeten Schiene (Werkstatt, Wohngruppe) ihren Lebensweg absolvieren, scheint es anderenorts möglich zu sein trotz Handicap ein weitgehend integriertes Leben zu führen.

Spätestens mit dem 2013 erschienenen Dokumentarfilm ‚Alphabet‘ des österreichischen Filmemachers Erwin Wagenhofer wird uns gezeigt, dass es in anderen europäischen Staaten durchaus möglich ist, sich mit Trisomie 21 (Down-Syndrom) beispielsweise an einer Universität immatrikulieren zu lassen.

In ‚Alphabet‘ wird uns der spanische Lehrer, Schauspieler und Autor Pablo Pineda Ferrer (https://de.wikipedia.org/wiki/Pablo_Pineda) vorgestellt, dessen Biographie durchaus Mut macht.

Eine weitere Filmproduktion ist die 2018 veröffentlichte Filmkomödie ‚Campeones‘ des spanischen Filmregisseurs Javier Fesser, die dem deutschsprachigen Publikum unter dem Titel ‚Wir sind Champions‘ präsentiert wurde (https://www.imdb.com/title/tt6793580/).

Die Geschichte handelt von einer bunten Truppe gehandicapter Basketball-Amateure, die sich unter Leitung ihres zwangsweise abgestellten Trainers um den ersten Tabellenplatz in einer Basketball-Liga bemüht.

Die wirklich liebevoll realistisch dargestellten Akteure überraschen mit skurrilem Wortwitz und ungebremstem Optimismus und vermitteln das Gefühl, es gäbe noch eine Leben ausserhalb der Tristesse unserer Normalität. Der in nur neun Wochen abgedrehte Film wurde als spanischer Beitrag für die Oscar-Verleihungen in der Kategorie ‚Bester fremdsprachiger Film‘ ausgewählt und verhalf dem gehandicapten Filmdarsteller Jesus Vidal zum Goya Award für den besten Nachwuchs-Schauspieler (Best New Actor).

Fazit: Einer von ‚1000 movies to see before you die‘.