Perpetuum mulchile

Gerade während und wegen des trockenen Sommers dieses Jahr ist das Thema „Reduzierung der Wasserverdunstung“ in unserem Garten permanent aktuell gewesen. Unsere Beobachtungen zeigten, dass die Flächen mit einer Mulchschicht auch nach langen Trockenphasen im oberen Bereich direkt unter der Mulchdecke ausreichend feucht waren, während die Flächen ohne Bedeckung oder mit lockerem, nicht bodendeckendem Pflanzenbewuchs stärker unter dem Wassermangel litten.

Walderdbeeren als Bodendecker

Da uns bisher Mulchmaterial nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung steht, haben wir damit begonnen bodendeckende Pflanzen unter den Kulturpflanzen anzusiedeln. Unser erster Kandidat war die heimische Walderdbeere (Fragaria vesca), die mit Hilfe ihrer Ausläufer schnell dichte Blätterteppiche herstellt.

Einen weiteren Versuch unternahmen wir mit flach wachsenden Salaten, die wir blühen und sich selber aussäen lassen haben. Das Resultat sind tatsächlich dichte Pflanzendecken, die den Boden optimal beschatten, sich jedes Jahr selbständig erneuern und zudem noch essbar sind.

Als besonders geeignet erweisen sich Feldsalat (Valerianella locusta) und Postelein (Claytonia perfoliata), die beide durch die zusätzlich günstige Eigenschaft auffallen, dass sie spät ausgesät werden können, deswegen im Winter erntbar sind und somit die Vitaminversorgung in der kalten Jahreszeit unterstützen.