MDMA

Wer nach dem Kürzel MDMA googlet, wird schnell auf die Partydroge Ecstacy aufmerksam gemacht, deren chemische Bezeichnung 3,4-Methylendioxy-N-methylamphetamin mundgerecht auf diese vier Buchstaben reduziert wird. Dass sich hinter besagtem Akronym auch eine Bedeutung verbirgt, die fernab von Drogenkonsum ebenfalls die Hoffnung hegt, irgendwann eine ernst zu nehmende Breitenwirkung zu entfalten, entnehmen wir der demokratischen Medienplattform Indimedia: Mach das mal anders! – Selbstorganisation statt Lohnarbeit.

Einladung zur 1. Mai Demo 2019

Ungeachtet dessen, wo wir uns politisch (links, rechts oder dazwischen) verorten wollen, steckt in der Gegenüberstellung von Selbstorganisation und Lohnarbeit bereits ein wichtiger Hinweis auf das Dilemma, in dem Menschen auf der ganzen Erde stecken. Wir überlassen es gewöhnlich anderen für uns zu sorgen und bezahlen diese anderen mit eben unserer Arbeits- und Lebenskraft. Wir geben die Verantwortung für unser Leben und für unser Lebensglück in fremde Hände und fragen uns dann erstaunt, warum sich Glück und Zufriedenheit in unserem Leben nicht oder nur geringfügig bemerkbar machen, während offenbar diejenigen, denen wir die Macht über uns gegeben haben, ein Leben im Überfluß führen.

Von Kindesbeinen an werden wir durch die Erziehungsinstitutionen Familie, Kindergarten, Schule und Universität dahin gehend gedrängt mit unseren Mitmenschen um die begrenzte Zahl der Arbeitsplätze zu rangeln. Und wenn wir einen dieser begehrten Arbeitsplätze erkämpft haben, lassen wir uns häufig aus Angst vor Verlust des Arbeitsplatzes würdelos behandeln und schauen verächtlich auf diejenigen, die im Wettkampf mit uns auf den Arbeitsmärkten leer ausgehen. Das ist unsere gegenwärtige Situation.

Dem gegenüber steht Selbstorganisation für den Verbleib der Verantwortung und der Macht über unser Leben in unseren Händen. Unseren Arbeitsplatz schaffen wir uns selbst, weil das der sicherste Arbeitsplatz ist, den es gibt. Und der am fairsten bezahlte. Unsere Existenz sichern wir, in dem wir uns mit anderen selbstorganisierten Menschen vernetzen oder wir gründen selbstverwaltete Betriebe, Kollektive oder Genossenschaften. Auf diese Weise werden wir zwar keine Milliardäre, aber wir wären in der Lage eine gerechtere Situation für möglichst viele Menschen zu schaffen. Und wir könnten auf die kostspieligen Eliten verzichten.

Das ist schon eine Utopie, für die es sich lohnt, es mal anders zu machen.