Paläobäckerei

Etwas ursprüngliches machen – das befriedigt ungemein. Viele Menschen werden das mit Sicherheit bestätigen können. Ob Stricken, Pilze sammeln oder einen Korb flechten, es gibt zahlreiche Tätigkeiten, die uns mit längst vergangenen Generationen verbinden und die sich in der Praxis grundsätzlich nicht verändert haben. So auch die Herstellung von Fladenbrot in seiner ursprünglichen Form.

Chapati werden frisch gebacken genossen

In vielen Kulturen sind hauchdünne Brotfladen bis heute ein fester Bestandteil der täglichen Ernährung. Türkische Yufka, indische Chapati oder französische Crêpes, aber auch das schwedische Knäcke, sind einige populäre Vertreter dieser leckeren Backwaren, die sowohl süß als auch herzhaft serviert werden können.

Aus dem 1983 erschienenen „Handbuch für Selbstversorger“ von Shankara und Parvatee aus dem Ashram Lichtheimat stammt das folgende – leicht modifizierte – Fladenbrot-Rezept:

  • 500 Gramm Vollkornmehl (Dinkel oder Weizen)
  • 1 Teelöffel Salz
  • 1 Teelöffel gemahlenen Kreuzkümmel (Cumin)
  • je ½ Teelöffel gemahlenen Zimt, Pfeffer und Cardamom
  • ¼ Liter kaltes Wasser

Die Zutaten werden in einer Schüssel vermengt und zu einem gut knetbaren Teig verarbeitet, der in ca. 16 etwa walnußgroße Stücke zerteilt wird. Auf einer bemehlten Fläche werden die Teigbällchen zu dünnen Fladen ausgerollt. In einer erhitzten ungefetteten Pfanne werden die Brote dann von beiden Seiten gebacken. Wir wenden die Fladen, wenn der Teig Blasen bildet, damit die Brote nicht anbrennen.

Je nach Fladengröße können die Brote beispielsweise mit Streichcreme, Gemüse und Tofu reich belegt oder als Wrap mit raffinierter Füllung genossen werden. Guten Appetit!