Nachhaltig computern

Einen entscheidenden Nachteil immer kompakter verbauter Computer können wir in der fast völlig fehlenden Reparierbarkeit dieser Geräte ausmachen. Versagt beispielsweise der Akku, müssen wir das gesamte Smartphone, Tablet oder Notebook entsorgen und uns um kompletten Ersatz kümmern. Manchmal reicht auch schon ein Wackelkontakt in einem der USB-Anschlüsse.

Nur wenige Konstruktionsansätze versuchen diesem Mangel entgegen zu wirken. Nenneswert wäre da zum Beispiel das modulare Smartphone Fairphone, das bereits in der 3. Generation verfügbar ist.

In der Welt der Bastelplatinen á la Raspberry Pi & Co. finden wir ebenfalls einige Projekte, die tatsächlich zu den modular aufgebauten Computern gezählt werden können. Mit Hilfe eines Single-Board-Computers, eines Displays, eines Netzteils und einer USB-Tastatur kann der durchschnittlich begabte Technikfreund in Eigenleistung einen Desktop-Computer herstellen, dessen einzelne Komponenten austauschbar sind. Lediglich der persönliche Anspruch an Design und Komfort entscheidet darüber, ob wir mit einer solchen Bastellösung unseren digitalen Alltag bestreiten möchten oder nicht.

Dieser Beitrag ist auf einem ASUS Tinkerboard verfasst worden, an dem ein resistiver 7″ HDMI-Touchscreen von Waveshare und eine handelsübliche USB-Tastatur ihre Arbeit tun. Als Betriebsystem dient Tinkerbang GNU/Linux, mit dem die wichtigen Computeraufgaben (Internet, Kommunikation, Dateiverwaltung, Medienwiedergabe) erledigt werden können. Das ganze steckt in einem Gehäuse aus Sperrholzresten – alles in allem eine nachhaltige Lösung.