Eine wirklich gute Frage

Nun hat Elon Musk – derzeit vermögenster Mensch der Erde – einen Forschungswettbewerb ausgerufen und mit einem verdammt hohen Preisgeld ausgestattet: 100 Millionen Dollar für diejenigen, die eine brauchbare Methode zur Kohlendioxid-Rückgewinnung aus der Erdatmosphäre im Gigatonnenbereich vorstellen. Ja, die Zeit drängt. Es reicht offensichtlich nicht aus, den derzeitigen CO2-Ausstoß drastisch zu reduzieren, wir müssen zeitgleich die Altlasten der Industrialisierung beseitigen, wenn der Klima-Kollaps aufgehalten werden soll.

Damit erreicht der Tesla-Chef mit Sicherheit eine wesentlich höhere Aufmerksamkeit, als der aktuell amtierende Generalsekretär der Vereinten Nationen (UN), António Guterres, der kürzlich alle Regierungen dieser Erde zum Ausruf des Klimanotstands aufgefordert hat.

Dem Thema Klimawandel, Überbevölkerung und Welternährung geht ebenfalls der britische Wissenschaftler Stephen Emmott in seinem Dokumentarfilm ‚10 Milliarden (10 Billion)‘ nach, an dessen Ende er die alles entscheidende Frage stellt: Und – sehen Sie, dass etwas getan wird, um die Katastrophe zu verhindern? Nein!

Emmott kommt zu dem Schluß, dass technische Lösungen, wie nun von Elon Musk angestrebt, unsere globalen Probleme nicht beseitigen werden. Allenfalls eine grundlegende Änderung unseres Lebensstils wäre in der Lage den Klimawandel zu beeinflussen. Doch die steht zurzeit offensichtlich nicht zur Debatte.

Und damit sehen wir uns der an Einfachheit kaum zu überbietenden Frage Cormac McCarthy’s Protagonisten Anton Chigurhs gegenüber:

Wenn die Regel, nach der wir leben, uns hierher geführt hat, was ist diese Regel dann wert?

Für den Adressaten dieser Frage – den Auftragskiller Carson Wells – endet diese Szene aus dem US-amerikanischen Spielfilm ‚No Country for Old Men‚ mit dem Tod. Peng!