Energiewende

Nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima im Jahr 2011 wurde in Deutschland mit Hochdruck der Ausstieg aus der Energiegewinnung durch Kernkraft eingeleitet. In den darauf folgenden Jahren gesellte sich zu den Ausstiegen die Verabschiedung von Kohle- und Ölkraftwerken zugunsten der regenerativen Energiegewinnung, die sich allerdings wesentlich zäher gestaltet. Grund dafür ist u. a. der anhaltende Anstieg unseres Energiebedarfs, der zurzeit nicht vollständig durch Ökostrom gedeckt werden kann.

Darüber hinaus scheint die Formel ‚Fossile Energieträger 1:1 durch erneuerbare Energiequellen zu ersetzen‘ nicht aufzugehen. Angesichts der um sich greifenden Verwindparkung ist die Frage erlaubt, ob wir unsere Landschaften wirklich  auf diese Weise verunstalten wollen. Ganz zu schweigen von den zusätzlichen negativen Folgen für unsere heimische Fauna.

Prinzipiell sollte der Umstieg auf die regenerative Energieerzeugung begleitet werden durch eine spürbare Reduzierung des Energiebedarfs. Dem gegenüber stehen die technischen Entwicklungen im Bereich Mobilität und Konsumgüter in krassem Gegensatz. Die deutlich erkennbare Verdrängung des mit hoher Wahrscheinlichkeit umweltfreundlichsten Fahrzeugs hierzulande durch E-Bikes und Pedelcs, die E-Scooter-Schwemme in den urbanen Lebensräumen, die E-Zigarette und schlußendlich das gigantische Internet-Of-Things mit seinem enormen Energiebedarf für größtenteils zweifelhafte Komfort-Zugewinne, strafen unsere Bemühungen den Energiekonsum zu reduzieren Lügen.

Bei aller Begeisterung für die fortschreitende Digitalisierung sollten wir eines nicht vergessen: das wirkliche Leben läuft analog.