Tschüß, Normalität!

Bald ist es wieder soweit, sofern wir den Versprechungen aus Berlin vertrauen dürfen: der Lockdown wird gelockert und der Sommer soll uns Sorglosigkeit in Form von Urlaub, Konsum und was sonst noch dazugehört bescheren. Mit einem Wort: Normalität. Darauf haben wir ja nun auch lange gewartet.

Vergessen ist die Tatsache, dass wir mit unserer Normalität die Pandemie erst möglich gemacht haben (Flu flies). Und mehr noch: eine Rückkehr zu dem Leben, aus dem wir Anfang 2020 unfreiwillig katapultiert wurden, bringt auch die bis dahin unliebsame Debatte um den Klimawandel wieder auf’s Tapet. Wir haben ja schon lange nichts mehr von Greta Thunberg gehört – oder?

Leider verpassen wir mit dem Ende des Lockdowns die Chance, die eingeschränkte Mobilität, den reduzierten Konsum und die damit verbundenen positiven Auswirkungen des Ausnahmezustands auf das Klima zu einer richtungsweisenden Veränderung unseres Normalverhaltens umzugestalten. Denn dass diese Art von Normalität schon bald wieder ein Ende finden wird, gewinnt zunehmend an Gewißheit.

Wer glaubt denn ernsthaft daran, dass wir die jetzt gesetzlich formulierten Klimaziele in nicht einmal 20 Jahren erreicht haben werden, wenn wir weitermachen, wie bisher?