Timing ist alles

Zurzeit zeigt sich , dass der Aussaatzeitpunkt für die Pflanzen, die auf dem Fensterbrett vorgezogen werden, darüber  entscheidet, wie sich die Pflanzen entwickeln. Wir haben mittlerweile drei Aussaattermine für uns festgelegt: Anfang April säen wir Paprika, Chili und Peperoni in die Multiplatten für’s Fensterbrett, Mitte April kommen dann die Tomaten hinterher und Ende April beginnt die Aussaat im Frühbeetkasten in unserem Garten.

Wir vermeiden mit dieser Saatfolge, dass die Pflänzchen zu lange in den Multiplatten stehen müssen. Dass wir entgegengesetzt zu den allgemeinen Empfehlungen erst im April mit der Aussaat (Voranzucht) beginnen, liegt daran, dass eine zu frühe Aussaat wegen des noch nicht ausreichend vorhandenen Lichts zu schlaksigem Pflanzenwuchs und damit zu erhöhter Krankheitsanfällighkeit führt. Nach den Eisheiligen (Mitte Mai) kommen dann alle Pflanzen in den Garten und machen Platz für die nächste Generation Voranzöglinge – in unserem Fall Mais, Kürbisse und andere wärmeliebende Gemüse.

Auch wenn der Bauer angeblich im Märzen die Felder bestellt, lohnt es sich erstmal die Füße still zu halten und lieber den Boden im Garten ausreichend vorzubereiten. Die Pflanzen holen das Wachstum bei besseren Lichtverhältnissen locker nach.

Ach ja: Auch die Aussaat nach dem Mondkalender (Maria Thun u. a.) hat sich bei uns nicht so recht durchgesetzt. Wir vertrauen eher dem phänomenologischen Kalender, da die Wachstumsfaktoren Licht, Wasser und Wärme für uns die größere Bedeutung haben – wie für die anderen Wildpflanzen auch.