Neue Sklaven braucht das Land

 

Unternehmertraum: Die Weißen fummeln am Tablet, der Schwarze macht den Dreck weg.

Verdamp lang her, dass Ina Deter mit ihrer musikalischen Forderung nach neuen Männern für’s Land Erfolge feierte. Inzwischen ist soviel passiert, dass offensichtlich auch der eine oder andere Wert der freiheitlich-demokratischen Grundordnung in Vergessenheit geraten oder doch zumindest reichlich verstaubt ist. Beispielsweise die Gleichbehandlung der Menschen nach Artikel 3 des Grundgesetzes. Es ist doch wirklich augenfällig: als Küchenhilfe in der Gastronomie, als Paketzusteller, Pizzabote oder Putzkraft in deutschen Treppenhäusern und Wohnzimmern; Afroeuropäer*innen finden sich hierzulande zunehmend im Niedriglohnsektor wieder. Wie so viele ihrer Kolleg*innen aus dem Globalen Süden. Woran liegt’s?

Vielleicht an der Vorliebe für gute alte europäische Traditionen. Zum Beispiel die Scheißarbeit am liebsten out zu sourcen, wie durch die Anwerbeabkommen der 1960er Jahre mit Spanien, Griechenland, der Türkei und anderen Staaten, die in der Folge den deutschen Journalisten Günther Wallraff zu seinem Buch ‚Ganz unten‚ inspirierten.

Vielleicht möchten wir aber auch unseren farbigen Mitbürger*innen die Möglichkeit geben, bei uns den amerikanischen Traum vom Tellerwäscher zum Millionär zu erleben. Die passenden Traumjobs dafür haben wir.